Insemination

Die Insemination ist ein Verfahren, das bei den Programmen der ausserkörperliche Befruchtung, als erste Alternative im Umgang mit unfruchtbaren Paaren genutzt wird.

Verwendungszweck

Der Hauptzweck der Insemination ist die Annäherung der Spermatozoiden an die Eizelle im weiblichen Geschlechtsorgansystem. Das Fruchtbarkeitspotenzial der Spermatozoiden muss verbessert und erhöht werden, indem eine Serie von Laborverfahren mit dem Ejakulat durchgeführt wird, Kapazitation der Spermien genannt.

Der Zweck der Kapazitation der Spermien ist die Zerstörung von zellularen Resten, Bakterien, Leukozyten, toter und langsamer Spermatozoiden, Samensekreten im Ejakulat. Im gleichen Atemzug wird die Population der fruchtbarsten Spermatozoiden ausgewählt und in einem Volumen von ungefähr 0.5 ml konzentriert, dieses wird in den Uterus eingeführt, um so die Chancen einer Befruchtung zu erhöhen. Die am häufigsten angewandten Techniken sind Waschen und Zentrifugieren, „swim-up“ und Filtration in Percoll-Gradienten.

Indikationen

Die Insemination wird bei jenen Paaren verwendet, die nicht schwanger werden konnten, aufgrund von:

• Die Frau hat ein Problem auf Gebärmutterhalsebene wie z.B.: Veränderung des Zervixschleims, Anwesenheit von Anti-Sperma Antikörpern, Stenose (Verengung), Folgeerscheinungen durch Laser- oder Kryochirurgiebehandlungen, etc.
• Der Mann zeigt Veränderungen im Sperma wie Verminderung der Anzahl der Spermatozoiden und/oder der Beweglichkeit, Verminderung des Volumens des Ejakulats, übermäßige Zunahme der Anzahl der Spermatozoiden, anatomische Missbildungen seines Fortpflanzungsapparats oder funktionale Veränderungen des Ejakulats.
• das Paar weist eine unerklärliche Sterilität auf (dieses weist in allen Tests normale Befunde auf, aber die Befruchtung gelingt nicht)

die Insemination kann HOMOLOG oder HETEROLOG erfolgen

• bei der homologen Insemination wird das Sperma des Partners genutzt
• bei der heterologen Insemination wird das tiefgefrorene Sperma einer Samenbank genutzt

Abhängig vom Absetzungsort des Spermas kann die Insemination INTRAVAGINAL, INTRAZERVIKAL, INTRAUTERIN, INTRAPERITONEAL oder INTRATUBAR erfolgen.

bei der intrauterinen Insemination erlangt man die beste Schwangerschaftsrate, zwischen 20 – 25 % Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft pro Versuch. Die Insemination wird für 4 aufeinanderfolgende Zyklen empfohlen, um die Erfolgschancen auszuschöpfen.

Nachdem die Befruchtung erfolgreich war, ist das Risiko eines auftretenden Aborts, einer Frühgeburt oder eines Babys mit einer angeborenen Missbildung genauso hoch wie bei einer Schwangerschaft durch vaginalen Koitus.

Um die Erfolgschancen zu steigern, wird empfohlen, die Anzahl der Eizellen im weiblichen Geschlechtstrakt zu erhöhen, indem die Eierstöcke mit Medikamenten zur Ovulationsförderung stimuliert werden (ovariale Stimulation). Die Überwachung des Follikels zeigt den Moment der Ovulation und den optimalen Tag für die Insemination an.

Bei der homologen Insemination erhält man die Spermaprobe durch Masturbation am gleichen Tag, an dem auch die Insemination erfolgt. Es wird eine sexuelle Abstinenz von 3-5 vorherigen Tagen empfohlen, um die Qualität der Samenprobe in der Anzahl und die Qualität der Spermatozoiden zu maximieren. Die Technik der Kapazitation der Spermien wird anhand der Qualität der Samenprobe ausgewählt.

Wenn die Probe für die Insemination bereit ist, wird sie in einem speziellen Katheter, verbunden mit einer Injektionsspritze, aufbewahrt. Die Patientin bringt sich in eine gynäkologische Stellung, es wird ein vaginaler steriler Spiegel angewendet, um die Zervix zu lokalisieren (wie in einer vaginalen Routineuntersuchung) und durch ihre Öffnung wird der Katheter in das Innere des Uterus eingeführt und das gereifte Sperma deponiert (intrauterine Insemination). Ebenso kann das gereifte Sperma im Inneren der Zervix abgesetzt werden (intrazervikale Insemination).



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